„Wo die Liebe hinfällt“, zitieren viele nun schmachtend alte Binsenweisheiten. Eine solche kindliche Bevormundung wird einer erwachsenen Sportlerin nicht gerecht. Schon gar nicht, wenn sie sich zwar die Verantwortung zutraut ganz Deutschland zu vertreten, sich aber bei der Wahl ihres Partners teenagerhaft schicksalsergeben gibt. Sie hat ja nichts getan, lautet eines der beliebtesten Argumente ihrer zahlreichen Verteidiger. „Alles, was für den Triumph des Bösen notwendig ist, ist dass gute Menschen nichts tun“. Das Zitat das Edmund Burke zugeschrieben wird, trifft den Kern.
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Aus Jennifer Zimmermanns sehr gutem FR-Kommentar “Kein Mitleid mit Drygalla”.
Wieviele Menschen jenes Mitleid dennoch empfinden, beweist nunmehr aufs Neue, wie sehr wir immer noch eine differenzierte Aufarbeitungsdebatte brauchen.
(via Caro)